Veranstaltungen im Jahr 2000

13. Dezember 2000

Giselher Spitzer:

MfS und Doping – Die “Staatssicherheit” im Konflikt zwischen Systemkontrolle und Eigeninteressen

In dem Vortrag geht es um das komplexe Zusammenwirken zwischen dem DDR-Sport und dem Herrschaftsinstrument Ministerium für Staatssicherheit, das den DDR-“Leistungssport” u.a. mit der Hilfe von (geschätzt) 3.000 Inoffiziellen Mitarbeitern intensiv überwachte.
Offizielle wie inoffizielle “Kontakte” werden dargestellt und die Auswirkungen für die Opfer sowie die Gratifikationen für die Täter aufgezeigt.
Den Schwerpunkt bildet dabei die “Absicherung” des gegen DDR-Gesetze verstoßenden Dopings. Hierbei werden weiterhin die Eigeninteressen des Ministeriums für Staatssicherheit deutlich, weil man die ‘eigene’ Sportvereinigung “Dynamo” anderen gegenüber bevorzugte, eigene Dopingmethoden entwickelte und Wissen und Personen für das eigene sportpolitische Lager zu gewinnen suchte.
Zusammen mit der Charakterisierung dieses singulären Modells des konspirativen Zwangsdopings werden die unterschiedlichen Eingriffe der “Staatssicherheit” deutlich.
Durch Doping wurde die Gesundheit Tausender DDR-Bürger geschädigt. Hier liegt ein Bereich vor, dessen Menschenrechtsverletzungen noch in keiner Weise ausreichend diskutiert worden sind.

Der Verfasser arbeitet am Arbeitsbereich Zeitgeschichte des Sports des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Potsdam.

Literatur:

  • Spitzer, G.: Doping in der DDR. Ein historischer Überblick zu einer konspirativen Praxis. Genese – Verantwortung – Gefahren. Wissenschaftliche Berichte und Materialien des Bundesinstituts für Sportwissenschaft. 1998 Bd. 3. (ISBN 3-89001-315-5) Köln: Sport und Buch Strauss 1998, 434 S., 2. Aufl. 2000.
  • Spitzer, G.; Teichler, H.J.; Reinartz, K. (Hrsg.): Schlüsseldokumente zum DDR-Sport. Ein sporthistorischer Überblick in Originalquellen. Meyer & Meyer, Aachen 1998, 338 S.
  • Spitzer, G.: Im Schattenreich. Inoffizielle Mitarbeiter (der Staatssicherheit) im Sport: Fallstudie Leipzig. In: Hartmann, G. (Hrsg.): “Goldkinder”. Die DDR im Spiegel ihres Spitzensports. Leipzig 1997, S. 188-204 u. 340-342.

8. November 2000

Bernd Lippmann:

Der Freikauf politischer Häftlinge aus der DDR

Seit 1963 verkaufte die DDR an die Bundesrepublik politische Häftlinge wie Stahl aus Eisenhüttenstadt oder Benzin aus Buna. Daneben – und bereits Jahre zuvor beginnend – gab es Häftlingsfreikäufe auf privater Ebene. Zwar sind bereits einige Publikationen zum Thema erschienen, so z.B. 1991 von Ludwig Rehlinger “Freikauf – Die Geschäfte der DDR mit politisch Verfolgten 1963-1989” und 1993 ein Band mit dem Titel “Freikaufgewinnler: Die Mitverdiener im Westen”. Dennoch bleiben wesentliche Fragen bisher offen, die zu klären der Referent anhand von MfS-Unterlagen versucht hat.
- Wer traf auf DDR-Seite die Letztentscheidung?
- Welche Rolle spielte das MfS im Entscheidungsprozess?
- In welchem Umfang wurden freigekaufte Häftlinge zuvor als IM verpflichtet?
Die Recherchen in den Beständen des MfS zum Freikaufthema erweisen sich als sehr schwierig, weil die Unterlagen zum Häftlingshandel in hohem Maße personenorientiert und damit der öffentlichen Forschung großenteils nicht zugänglich sind. Insofern stellt der Vortrag einen Zwischenbericht dar.

Der Referent, Bernd Lippmann wurde 1952 in Freiberg/Sa. geboren. Im Jahre 1975 siedelte er, nach politischer Haft, nach Hessen über. Er arbeitet als Lehrer. Nebenberuflich ist er als Referent in der politischen Erwachsenenbildung beschäftigt.

11. Oktober 2000

Christian Booß:

“Schweine erkennen sich am Gang” oder Informelle Seilschaften auf dem Land

Seilschaften sollen Milliarden veruntreut haben – so titelte der Spiegel. Von SED- und Stasi-Seilschaften sprach nach der Wende jeder. Doch die Belege sind dünn. Der vieldiskutierte Masterplan wurde nie gefunden. Rechtskräftige Urteile zu Vermögensverschiebungen gibt es wenige. Journalistische Arbeiten zu Vermögensverschiebungen bei ländlichen Genossenschaften zeigen: Es gibt Strickmuster, die stark variieren. Die Umfeldbedingungen sind entscheidend für den Erfolg von Seilschaften. Weniger die formelle Zugehörigkeit zu SED oder MfS, sondern Einstellungen und alte Bindungen sind das Bindemittel für Seilschaften. Alte schattenwirtschaftliche Beziehungen wirken oft weiter, verbanden sich mit West-“Experten”. Heute bilden sie oft den Nährboden für den Kleinstadtfilz.

Der Referent, Christian Booß, geboren 1953 in Berlin (West), Studium der Geschichte und Germanistik an der FU, seit 1980 Rundfunkjournalist beim SFB, derzeit überwiegend für den ORB, hat zum Thema intensiv im Lande Brandenburg recherchiert und für die Enquete-Kommission “Überwindung der Folgen der SED-Diktatur im Prozeß der deutschen Einheit” des 13. Deutschen Bundestages eine Expertise zum Thema vorgelegt.

13. September 2000

Inge Bennewitz:

Die “Glatzkopfbande” – Legitimierung des Mauerbaus durch einen Schauprozess und seine filmische Verarbeitung

Im Februar 1963 kam ein prominent besetzter DEFA-Spielfilm in die Kinos. Der ostdeutsche FILMSPIEGEL warb mit dem Foto von einem Strafprozess und der Behauptung: “Am 11. August 1961 vor dem Kreisgericht Wolgast: Aburteilung der ‘Bande der Glatzköpfigen’ wegen Landfriedensbruch. Von Westberliner Diversantenzentralen gelenkt, terrorisierte sie Urlauber auf verschiedenen Zeltplätzen Bansins. Diese authentischen Ereignisse dienten dem DEFA-Film ‘Die Glatzkopfbande’ als Vorlage.” Eine Zeitschrift behauptete sogar, die Glatzkopfbande habe wochenlang verschiedene Zeltplätze der Ostsee tyrannisiert.
Inge Bennewitz ist den Spuren der 1961 verurteilten Jugendlichen nachgegangen, hat mit ihnen gesprochen und ihre Akten gelesen. Auch ein Richter, der 1961 an der Verurteilung beteiligt war, zeigte sich gesprächsbereit. Ihre Recherchen ergeben ein weitaus anderes Bild als im DEFA-Streifen des Jahres 1963 gezeichnet.
Fünf junge Rand-Berliner hatten sich 1961 aus einer Augenblickslaune heraus eine Glatze zugelegt. Beim Badeurlaub an der Ostsee tanzten am Abend des 1. August 1961 vier von ihnen in einem Bansiner Bierzelt kurzzeitig Rock’n‘Roll. Ihre Festnahme und das Einbehalten ihrer Ausweise führte zu einem Massenauflauf vor der Dienstbaracke der VP – eine “Zusammenrottung”.
Im Sommer 1961 wurden in zwei Schauprozessen vor ausgewählten SED-Mitgliedern elf der beteiligten Jugendlichen verurteilt. Während im Urteil vom 11. August 1961 gegen sieben Jugendliche nur Gefängnisstrafen bis zu 1 1/2 Jahren ausgesprochen werden, fallen die Urteile im zweiten Prozess am 4. September 1961 weitaus härter aus: Die vier Angeklagten werden zu Zuchthausstrafen zwischen 4 und 8 Jahren verurteilt. Zwischen beiden Strafprozessen lag der 13. August. Dieser Schauprozess und der folgende DEFA-Film dienten nun der Rechtfertigung des Mauerbaus.
Bei der Veranstaltung werden einige der 1961 Verurteilten als Zeitzeugen anwesend sein.

14. Juni 2000

Falco Werkentin:

Vor 50 Jahren: Abschluss der Waldheimer “Prozesse” – ein Experimentierfeld für die künftige Scheinjustiz unter Kontrolle der SED?

Die sog. Waldheimer Prozesse gegen ca. 3.400 Personen, die im Januar 1950 aus sowjetischen Internierungslagern in das kleine sächsische Städtchen Waldheim überführt wurden, um dort ab April 1950 von Sondergerichten abgeurteilt zu werden, zählen inzwischen zu den am besten aufgeklärten Justizverbrechen der SED.
Gleichwohl werden diese Scheinverfahren von interessierter Seite bis heute als eine aus dem Geist der Zeit heraus verständliche Reaktion der an den Verfahren als Richter und Staatsanwälte beteiligten Antifaschisten auf die nur wenige Jahre zurückliegenden Verbrechen der NS-Diktatur gerechtfertigt. Zu erinnern ist an einschlägige Publikationen der Publizistin Daniela Dahn.
Waren es aber tatsächlich die beteiligten Richter und Staatsanwälte, die über die Urteile und deren Höhe entschieden? Ging es überhaupt um die Ahndung von Verbrechen in der NS-Zeit oder dienten die Scheinverfahren anderen politischen Zielen? Waren die eklatanten Verstöße gegen das geschriebene Recht der DDR anlässlich der Waldheimer Verfahren ein einmaliger Exzess oder wurden die in Waldheim praktizierten Verfahrensweisen strukturbildend für die politische Justiz in den folgenden Jahren?
Unter diesen Fragestellungen wird der Referent anhand zahlreicher Dokumente die Waldheimer Scheinverfahren in ihrer Bedeutung für die politische Justiz in der Ära Ulbricht untersuchen.

Der Referent: Falco Werkentin, Jg. 1944, Stellvertretender Landesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR,
Autor zahlreicher Publikationen zur Politischen Justiz der DDR, darunter:

  • Politische Strafjustiz in der Ära Ulbricht, Berlin 1997, 2. Aufl.
  • Recht und Justiz im SED-Staat, Bonn 1998 (Bundeszentrale für politische Bildung)

10. Mai 2000

Martin Gutzeit (Landesbeauftragter)
Anne-Kathrin Pauk (SPD)
Uwe Lehmann (Initiative für Frieden und Menschenrechte)
Ullrich Klotzek (Grüne Partei)
Detlef W. Stein (Neues Forum):

Der Runde Tisch in Ost-Berlin

“Runde Tische” waren in der Zeit der friedlichen Revolution, in der die Macht der SED gebrochen wurde, ein wesentliches Element der Organisation von Gegenmacht. Am bekanntesten wurde der “Zentrale Runde Tisch”, der seine Arbeit am 7. Dezember 1989 aufnahm und dessen Sitzungen vom Adlershofer Fernsehen übertragen wurden. Eine Woche später konstituierte sich in Ost-Berlin der “Runde Tisch Berlin”, der sich ab dem 21. Dezember 1989 regelmäßig im Roten Rathaus traf. Seine Sitzungen wurden vom Rundfunk übertragen, in regelmäßigen Sonderausgaben der “Berliner Zeitung” wurden die Bewohner der Stadt über die Arbeit und die Beschlüsse des Berliner Runden Tisches informiert. Auf besonderes Interesse stießen zu jener Zeit die Anstrengungen der “Arbeitsgruppe Sicherheit” des Berliner Runden Tisches, die Bezirksverwaltung Berlin des MfS aufzulösen, vom MfS genutzte konspirative Objekte in der Stadt ausfindig zu machen und sie in kommunale Trägerschaft zu überführen. Zu den Verdiensten des “Runden Tisches Berlin” zählt, als erstes Gremium die Überprüfung aller Kandidaten bei den kommenden Wahlen in Ost-Berlin auf offizielle respektive inoffizielle MfS-Tätigkeit zu fordern.
Nach dem 10. Mai 1990 tagte der “Runde Tisch Berlin” noch zweimal. Mit der Konstituierung der nach mehr als 40 Jahren am 6. Mai 1990 in Ost-Berlin wieder freigewählten Stadtverordnetenversammlung hatte er seine Aufgabe erfüllt.
Diese Veranstaltung des Berliner Landesbeauftragten will im Gespräch mit Akteuren des “Runden Tisches Berlin” an diese glückliche Phase demokratischer Selbsterneuerung in unserer Stadt erinnern.

5. April 2000

Thomas Moser (Journalist)
Joachim Goertz (Pfarrer)
Esther-Marie Ullmann-Goertz (Theologin)
Marianne Birthler:

Buchpräsentation: Die Solidarische Kirche in der DDR

Der “Arbeitskreis Solidarische Kirche” entstand in der DDR der 80er Jahre aus Mitarbeitern der evangelischen Kirche, die sich gegen Demokratiedefizite in der Gesellschaft wie in der Kirche wehrten. Sie wollten “das Evangelium mit seinen gesellschaftlichen Bezügen ungeschützt zur Sprache bringen und leben”. 1986 auch formell als landesweites Netzwerk gegründet, bildeten sich bald 16 Regionalgruppen. Was wie eine innerkirchliche Gewerkschaft begann, wurde eine charakteristische Strömung in der DDR-Opposition. Die Solidarische Kirche initiierte unter anderem den Wahlboykott vom Mai 1989 und beteiligte sich an der Gegenkontrolle der Stimmenauszählung, die den staatlichen Wahlbetrug aufdeckte. 1989/90 trat sie für die Wählbarkeit von Bürgerbewegungen ein. Wer die basisdemokratischen Erfahrungen verstehen will, aus denen der Herbst 89 seine Kraft bezog, findet reiches Material in den Erinnerungen, Zeugnissen und Dokumenten dieses Buches.

8. März 2000

Klaus Bästlein:

“Nazi-Blutrichter als Stützen des Adenauer-Regimes” – Die DDR-Kampagnen gegen NS-Richter und Staatsanwälte und die Reaktion der bundesdeutschen Justiz 1957-1968

Der Vortrag behandelt ein Kapitel aus der Zeit des “Kalten Krieges”. Seit Mitte der fünfziger Jahre ließ die SED-Führung in aufwendiger Weise Materialien über NS-Belastungen westdeutscher Funktionsträger vor allem in der Justiz sammeln. Bei Internationalen Pressekonferenzen wurden die Ergebnisse dann von Albert Norden der Öffentlichkeit präsentiert. 1965 erschien das erste “Braunbuch” – eine Art biographisches Nachschlagewerk über NS-belastete Richter und Staatsanwälte in der Bundesrepublik. Während die Kampagnen in Westeuropa auf ein zum Teil lebhaftes Echo stießen, tat sich die bundesdeutsche Justiz mit einer “Selbstreinigung” schwer. Nach dem 1961 verabschiedeten § 116 Richtergesetz sollten die Belasteten – unter Belassung ihrer Pensionsansprüche – freiwillig aus dem Amt scheiden. Aber nur wenige machten davon tatsächlich Gebrauch. Die “Selbstreinigung” der bundesdeutschen Justiz scheiterte.
In den siebziger und achtziger Jahren wurden die “Braunbücher” aber vielerorts in der Bundesrepublik zum Ausgangspunkt einer kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Justizgeschichte. Dabei stellte sich heraus, dass die Angaben aus der DDR in aller Regel zutreffend waren. Was von der SED als Diffamierung gedacht war, wurde zu einem Beitrag für das kritische Selbstverständnis neuer Generationen von Richtern und Staatsanwälten in der Bundesrepublik.

Der Referent: Klaus Bästlein, geb. 1956, studierte Rechtswissenschaften, Geschichte und Skandinavistik an der FU Berlin. Er war von 1983 bis 1989 wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin, leitete von 1990 bis 1993 das Projekt zur Neueren Hamburger Justizgeschichte für die Justizbehörde der Hansestadt und war von 1994 bis 1999 für die Senatsverwaltung für Justiz in Berlin tätig. Seit kurzem arbeitet er als wissenschaftlicher Angestellter der FU an einem Projekt zur EDV-gestützten Erfassung der Justizakten aus der NS-Zeit und aus der DDR im Landesarchiv Berlin.

9. Februar 2000

Andrea Schmelz:

West-Ost-Migration im geteilten Deutschland der 1950er und 1960er Jahre

Im letzten Jahr ist in den Medien aus Anlass des zehnten Jahrestages des Falls der Mauer in unzähligen Beiträgen an die Fluchtbewegung aus der DDR erinnert worden – eine ewig blutende Wunde der SED-Diktatur.
Doch ist bis heute kaum ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gelangt, dass es auch eine Wanderungsbewegung aus der Bundesrepublik in die DDR gab. Von der Staatsgründung der DDR bis Ende der 60er Jahre zogen mehr als eine halbe Million Menschen aus dem Westen des geteilten Deutschland in den Osten.
Was waren es für Leute, die diesen umgekehrten Weg gingen? Welche Gründe gab es für sie, in die DDR zu ziehen? Wie wurden sie in der DDR von der Bürokratie und der Bevölkerung aufgenommen? Wurden ihre Erwartungen in der DDR erfüllt, oder gab es in nennenswerter Zahl auch Rückkehrer?
Die Referentin der Abendveranstaltung, Dr. Andrea Schmelz, ist diesen Fragen in ihrer Doktor-Arbeit nachgegangen.

12. Januar 2000

Prof. Uwe Thaysen:

Der Runde Tisch und die Auflösung des Staatssicherheitsdienstes

Am 7. Dezember 1989 trat in Ost-Berlin zum ersten Mal der Zentrale Runde Tisch zusammen – ein Gremium, in dem sich Vertreter der verschiedenen Gruppierungen aus der Bürgerbewegung mit Vertretern der Blockparteien und der SED zusammenfanden. Bereits in dieser ersten Sitzung verabschiedete das Gremium unter dem Titel “Zur Rechtsstaatlichkeit” eine Aufforderung an die Regierung Modrow, das “Amt für Nationale Sicherheit”, die Nachfolgeorganisation des MfS, unter ziviler Kontrolle aufzulösen. Diese Forderung wurde in der ersten Phase des Runden Tisches zum Hauptkonflikt mit der Modrow-Regierung.
Der kommende 10. Jahrestag des Sturms auf die Berliner MfS-Zentrale am 15. Januar 1990 ist Anlass, an die politischen Auseinandersetzungen um die Frage der Stasi-Auflösung zu erinnern.
Der Referent, der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Uwe Thaysen, hat vom Beginn an an allen Sitzungen des Zentralen Runden Tisches als Beobachter teilgenommen und unlängst eine 5-bändige Edition der Sitzungsprotokolle vorgelegt.