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Vielfältige Spurensuche zum Tag der Deutschen Einheit

Pressemitteilung vom 01.10.2020

Berlin und Deutschland feiern 30 Jahre deutsche Einheit. Die Überwindung der SED-Diktatur durch die Friedliche Revolution im Herbst 1989, die Demokratisierung der DDR im Jahr 1990 und der nachfolgende Prozess des Zusammenwachsens wirken im vormals geteilten Berlin bis heute nach und haben ihre Spuren hinterlassen. Der Berliner Beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur geht diesen Spuren rund um den Tag der Deutschen Einheit mit vielfältigen Angeboten auf den Grund:

#Zusammenwachsen – Instagram-Projekt mit dem Berliner Abgeordnetenhaus

Unter dem Hashtag #Zusammenwachsen posten der Berliner Aufarbeitungsbeauftragte und das Abgeordnetenhaus von Berlin vom 2. bis 6. Oktober 2020 auf Instagram spannende Bildergeschichten zu Orten in Berlin, die noch heute von der Teilung der Stadt erzählen. Vom Potsdamer Platz bis zum Zoo – das Instagram-Projekt „Zusammenwachsen“ widmet sich anhand von fünf Orten den nicht ganz alltäglichen Überbleibseln des einst geteilten Berlins. Das Projekt ist zu sehen auf dem Instagram-Kanal des Berliner Abgeordnetenhauses.

BABcast: Mauermalen – Die Ursprünge der East Side Gallery

Die aktuelle Folge des BABcast, der Podcast des Berliner Aufarbeitungsbeauftragten, widmet sich der Mauermalerei in West-Berlin. Was Mitte der 1980er Jahre als spontane Street-Art-Bewegung begann, avancierte mit der Grenzöffnung zu einem gefragten Kunstobjekt. Bereits im Januar 1990 und damit Monate vor dem offiziellen Abriss ließ die damalige DDR-Regierung bemalte Mauerteile demontieren und in alle Welt verkaufen. Im Sommer 1990 schufen Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt ein neues Stück Mauerkunst – die East Side Gallery. Der BABcast spricht hierzu mit dem Mauermaler und Schöpfer der berühmten Mauergesichter an der East-Side-Gallery, Thierry Noir.
Gleich reinhören: https://babcast-berlin.org/folge-7-mauermalen/

30 Fragen, 30 Antworten – Die Geschichte der Teilung Berlins

Wie hat die Mauer das Leben der Menschen in Ost- und West-Berlin geprägt? Warum demonstrierten die Menschen in der DDR im Herbst 1989? Und: Welche Spuren der Teilung sind heute, nach genau 30 Jahren, noch sichtbar?
Diese und weitere Fragen beantwortet die kürzlich erschienene Publikation „Die Geschichte der Teilung Berlins – Fragen und Antworten“. Der Berliner Beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Berliner Landeszentrale für politische Bildung erinnern in der Broschüre an die Geschichte der Stadt zwischen 1945 und 1990. Das kompakte Heft mit 30 Fragen und Antworten bietet einen leicht verständlichen Einblick in die Geschichte des geteilten Berlins.

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Einheit – Birlik – وحدة – Thống nhất. Migrantische Erfahrungen im vereinten Deutschland

Die zweite Folge der Diskussionsreihe „Zukunftswerkstatt Einheit. Hoffnungen – Veränderungen – Perspektiven“ am 6. Oktober 2020, ab 18 Uhr behandelt migrantische Erfahrungen im vereinten Deutschland. Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter im Westen, Vertragsarbeiterinnen und Vertragsarbeiter im Osten – auch für sie änderte sich vieles. Gleichwohl erfährt ihre Perspektive auf die deutsche Einheit und den Transformationsprozess der vergangenen 30 Jahre allgemein wenig Beachtung.
Welche Bedeutung hatte die Vereinigung beider deutscher Staaten für Migrantinnen und Migranten? Wie integriert fühlen sie sich heute? Welche Herausforderungen und Aufgaben birgt dies für die Zukunft? Die Journalistin Dilek Üşük (rbb) diskutiert mit Expertinnen und Experten sowie Zeitzeuginnen und Zeitzeugen über 30 Jahre deutsche Einheit aus migrantischer Sicht.
Der Livestream ist abrufbar über den YouTube-Kanal der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

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