Schulleiter warnen vor «Sitzenbleiben für alle»

Schulleiter warnen vor «Sitzenbleiben für alle»

Berlins Schulleiter protestieren gegen Pläne, allen Berliner Schülern das freiwillige Wiederholen des Schuljahrs zu ermöglichen.

Ein Schild mit der Aufschrift «Schulleiter»

© dpa

Symbolbild: Ein Schild mit der Aufschrift «Schulleiter» in einer Schule.

Über eine entsprechende Änderung des Berliner Schulgesetzes soll am 24. Februar 2021 im Abgeordnetenhaus vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf den Unterricht entschieden werden. Alle Schulen müssten dann jede von den Eltern gewünschte Wiederholung einer Klasse möglich machen, das könne zu einer «schulorganisatorischen Katastrophe» führen, warnten fünf Schulleiterverbände am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung.
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Weil nicht in jedem Jahrgang so viele Schüler die Klasse verlassen, wie möglicherweise freiwillige Wiederholer dazukommen, befürchten die Verbände übervolle Klassen zum Beginn des neuen Schuljahrs, fehlendes Personal für neu einzurichtende Klassen und eine prekäre Raumsituation. Es drohe ein schlichtweg nicht planbares Schuljahr, warnten die Schulleiter. «Vor allem aber: Ein noch größerer Verlust von Sozialbeziehungen der schon jetzt nach gelebter Gemeinschaft dürstenden Kinder und Jugendlichen.»
Stattdessen forderten die Schulleiterverbände eine tragfähige langfristige Strategie, um mit den Folgen der Pandemie an den Schulen umgehen zu können. Nötig seien unter anderem schnelle Impfungen für Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher und Breitbandanschlüsse für die Schulen. Dem Protest angeschlossen haben sich die Vereinigung der Oberstudiendirektoren des Landes Berlin (VOB), die Vereinigung Berliner Schulleiterinnen und Schulleiter in der GEW, die Vereinigung der Leitungen berufsbildender Schulen, der Interessenverband Berliner Schulleitungen und die Vereinigung der Berliner ISS Schulleiterinnen und Schulleiter.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 23. Februar 2021 11:34 Uhr

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