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Der neue S-Bahnhof Warschauer Straße

Der neue S-Bahnhof Warschauer Straße
Luftbild Richtung Nordwest © Deutsche Bahn AG
Der Bahnhof Warschauer Straße ist mit 85.000 Ein-, Aus- und Umsteigern ein wichtiger Knotenpunkt im Berliner Nahverkehrsnetz zwischen U-Bahn, Tram und S-Bahn. Im direkten Umfeld befinden sich die Wohnquartiere des Stadtteils Friedrichshain, Büro- und Gewerbeflächen unter anderem der Modebranche und Unterhaltungsindustrie entlang der Spree, die Veranstaltungsarena 02 sowie die Kreuzberger und Friedrichshainer Kneipenszene. Bis 2017 wird der Bahnhof Warschauer Straße neu gebaut.
S-Bahnhof Warschauer Straße

Webcam (HD) 

Verfolgen Sie die Baumaßnahmen am S-Bahnhof Warschauer Straße aus der Vogelperspektive. Ein Klick auf das Bild öffnet die Webcam und gewährt eine großartige Aussicht auf das Projekt.
Der neue S-Bahnhof Warschauer Straße

Ein Blick in den neuen Bahnhof 

Das neue Empfangsgebäude von Dörr Ludolf Wimmer Architekten, Berlin, wird täglich von rund 85.000 Ein-, Aus- und Umsteigern passiert. Über eine vier Meter breite Vorplatzplatte gelangt man von der Warschauer Brücke in den Bahnhof. Zudem wird es einen seitlichen Ausgang in Richtung U-Bahnhof geben. Das Land Berlin plant, mit einer rund 28 Meter langen Verlängerung der Fußgängerbrücke vom U-Bahnhof zum Zugang Richtung Mercedes-Benz Arena, eine direkte Verbindung zwischen U- und S-Bahn zu schaffen.

Vom Empfangsgebäude führen zu jedem der beiden neuen S-Bahnsteige je zwei feste Treppen, eine Fahrtreppe sowie ein Aufzug. Mit den beiden Aufzügen sind die Bahnsteige stufenlos erreichbar.

Die neuen Bahnsteige der S-Bahn werden – wie am Ostbahnhof bereits heute und am Ostkreuz künftig – Richtungsbahnsteige sein: Von den beiden Gleisen des südlichen Bahnsteiges fahren alle Züge stadtauswärts, von den beiden Gleisen des nördlichen Bahnsteigs fahren alle Züge stadteinwärts. Die 152 Meter langen Bahnsteige sind zu gut der Hälfte überdacht.
Der neue S-Bahnhof Warschauer Straße

Das neue Empfangsgebäude 

Platz ist in dem neuen Empfangsgebäude auch für den Verkauf von Zeitungen oder Reiseproviant. Links und rechts neben dem Eingang von der Warschauer Straße beispielsweise gibt es zwei Flächen für Läden. Diesem Eingang gegenüber, auf der östlichen Giebelseite des Empfangsgebäudes, ist auf zwei Ebenen Platz für eine gastronomische Einrichtung. Von hier hat man durch die Glasfassade einen guten Blick bis zum Ostkreuz.

Die Ver- und Entsorgung des Empfangsgebäudes erfolgt über einen separaten Zugang im Untergeschoss. Ein Treppenaufgang bzw. Aufzug verbindet die Versorgungsebene mit der Straßenzufahrt aus Richtung Wriezener Bahnhof über die Straße An der Ostbahn.

S-Bahnhof Warschauer Straße in Berlin

Aktualisierung: 15. November 2016
(Bilder: Deutsche Bahn AG)

Bahnhof Berlin Warschauer Straße 

Der zwischen dem Ostkreuz und dem Ostbahnhof gelegene S-Bahnhof Warschauer Straße besteht seit Jahren aus provisorisch angelegten Fußgängerbrücken. Seit 2011 wird er grundlegend modernisiert.

Zur Verkehrsstation gehören künftig zwei neue 152 Meter lange Bahnsteige und eine Wendeanlage für die Züge. Im Zentrum des Bauvorhabens steht ein hochmodernes Empfangsgebäude, das zwischen den beiden Bahnsteigen errichtet wird und diese zur Hälfte überdacht. Da die Warschauer Brücke direkt am neuen Gebäude vorbeiführt, wird diese mit der Halle über eine vier Meter breite Zugangsplattform verbunden. Außerdem ist ein schnelles Erreichen der benachbarten U-Bahn-Station über einen seitlich aus der Halle führenden Fußgängersteg möglich. Rolltreppen und Aufzüge sorgen für einen barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen. Im Bahnhofsgebäude wird es Einkaufsmöglichkeiten und ein Schnellrestaurant geben.

Wie am Ostbahnhof und am Ostkreuz werden auch an der Warschauer Straße in Zukunft alle stadteinwärts fahrenden Züge am nördlichen Bahnsteig und alle stadtauswärts fahrenden Züge am südlichen Bahnsteig halten. Dies erleichtert die Orientierung. mehr » 

Ein Blick 125 Jahre zurück 

  • 1884 entstand auf der Ostseite der Warschauer Brücke eine Haltestelle der Ostbahn zwischen Lichtenberg-Friedrichsfelde und dem ersten Ostbahnhof am Cüstriner Platz (heute Franz-Mehring-Platz).

  • 1903, am 20. Oktober, wurde auf der Westseite der Warschauer Brücke ein neuer Bahnsteig mit einem Empfangsgebäude nach Entwürfen des Berliner Architekten Cornelius eingeweiht. Ein Jahr zuvor ging in der Nachbarschaft der U-Bahnhof Warschauer Brücke in Betrieb, so dass ein innerstädtischer Umsteigepunkt entstand.

  • 1924, am 19. Oktober, folgte die dritte Einweihung: Wieder auf der Ostseite der Warschauer Brücke und dieses Mal mit zwei Bahnsteigen und einem neuen Empfangsgebäude des Reichsbahn-Architekten Richard Brademann. Das Cornelius-Empfangsgebäude von 1903 ist damit zwar überflüssig, verschwindet jedoch erst aus dem Stadtbild mit der Erneuerung der Warschauer Brücke westlich der alten Straßenbrücke ab 1938.

  • 1945 wird die noch nicht fertige neue Warschauer Brücke Opfer eines Bombentreffers. Auch das Brademann-Empfangsgebäude wird zerstört.

  • 1951 errichtet die Deutsche Reichsbahn auf der Grundplatte des alten Empfangsgebäudes und unter Nutzung der erhaltenen Teile der Bahnhofszugänge eine schlichte Eingangshalle.

  • 1986, im Dezember, erhielt der Bahnhof Warschauer Straße einen dritten Bahnsteig für die Züge aus den neuen Stadtvierteln im Nordosten Berlins mit einem stählernen Treppenturm als Zugang. Vorausgegangen waren seit 1983 Instandsetzungsarbeiten an der schlechten Bausubstanz - eine Folge der Kriegsschäden wie auch des schwefelhaltigen Dampfs der Lokomotiven auf den benachbarten Fern- und Rangiergleisen.

  • 2004 wurde ein neuer, provisorischer Zugang zu den Bahnsteigen A und B sowie zum Treppenturm des Bahnsteigs C geschaffen. Denn der Ersatz des alten Bahnhofszugangs wurde unumgänglich. Trotz einiger Reparaturen und Ersatzbauten war der Zustand des Sanierungsfalles Warschauer Straße inzwischen so schlecht, dass nach diversen Teilsperrungen nun das gesamte Zugangsbauwerk gesperrt und abgerissen werden. Auf Grundlage der bereits vorhandenen Vorplanungen wurde der 134 Meter lange neue Bahnhofszugang so gebaut, dass er bis zur Fertigstellung eines neuen Bahnhofsgebäudes genutzt werden kann.

  • 2005, im Januar, begann der Abriss des Empfangsgebäudes und der Bahnsteigzugänge. Parallel dazu wurde der Neubau geplant. Mit dem Ziel, im Zuge der Umbauarbeiten an den Gleisanlagen zwischen Ostbahnhof und Ostkreuz auch den Bahnhof Warschauer Straße neuzubauen.

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