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Aktuelles

Das neue Ostkreuz

Ausblick

Viel Glas

Eine große gläserne Halle, 132 Meter lang, 79 Meter breit und 15 Meter hoch überspannt den S-Bahnsteig auf der Ringbahn. Nichts wird mehr an den schmalen Bahnsteig F mit den winkeligen Treppen hinunter zur Stadtbahn, zum Markgrafendamm oder zur Sonntagstraße erinnern.

Ostkreuz
Innenansicht der neuen S-Bahn-Halle

Barrierefrei

Breite, gerade Treppen sowie insgesamt zehn Aufzüge und 17 Fahrtreppen verbinden die beiden neuen Ring-Bahnsteige mit den darunter liegenden S- und Regionalbahnsteigen sowie den beiden Eingangsbereichen des Bahnhofs im Norden und im Süden. Endlich müssen Fahrräder und Kinderwagen nicht mehr geschleppt werden, endlich können mobilitätseingeschränkte Menschen am Ostkreuz umsteigen.
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Kurze Wege

Damit die Wege kurz werden und gerade Treppen Oben und Unten verbinden können, rutschen die unteren Bahnsteige direkt unter die oberen. Für kurze Wege aus den umliegenden Stadtquartieren zu den Zügen sorgen die beiden neuen Eingangshallen, die im Norden und Süden direkt unter den oberen Bahnsteigen liegen und Ausgänge in alle Himmelsrichtungen haben. Auch von der Marktstraße und von der Hauptstraße gibt es damit einen unmittelbaren Zugang.

Die Wege beispielsweise aus der Rummelsburger Bucht schrumpfen so erheblich.
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Verbesserter Anschluss

Damit der Anschluss an den Nahverkehr besser wird, plant der Berliner Senat, die Straßenbahn, die heute über die Marktstraße weit am Bahnhof vorbei fährt, von der Karlshorster Straße direkt an den neuen nördlichen Eingang des Bahnhofs heranzuführen. Ebenfalls wird beim Bahnhofsumbau die Einrichtung von zwei Bahnsteigen an den Gleisen der „Ostbahn“ berücksichtigt. Hier könnten später Regionalzüge von und nach Lichtenberg, Werneuchen und Küstrin halten.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.deutschebahn.com/ostkreuz 
Quelle: DB Projekt Verkehsbau GmbH. Bilder: Sven George, Hans-Joachim Kirsche, Mirko Maddeé, Ulrich Müller, Planungsgemeinschaft Bahnhof Ostkreuz, René Quabbe
(Bilder: Deutsche Bahn AG)

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Rückblick

160 Jahre Eisenbahn am Ostkreuz

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A, D, E, F? Warum gibt es keinen Bahnsteig B und keinen Bahnsteig C am Ostkreuz? Es gab sie. In der 160-jährigen Geschichte der Eisenbahn am Ostkreuz hat die Station viele Veränderungen erlebt. Als am 23. Oktober 1842 die Niederschlesisch-Märkische Eisenbahn den Personenverkehr zwischen Berlin und Frankfurt an der Oder eröffnete, entstand in dem kleinen, weit vor den Toren Berlins gelegenen Rummelsburg ein Haltepunkt. Das nahe Fischerdörfchen Stralau entwickelte sich zu dieser Zeit gerade zu einem beliebten Ausflugsziel.

Zeit des Aufschwungs

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Ab 1867 folgte eine zweite Linie von Berlin Richtung Küstrin (Ostbahn). Zu jener Zeit hatte der dynamische Aufschwung Berlins bereits eingesetzt, der den weiteren Ausbau der Eisenbahnen beschleunigte. Bereits 1871 fuhren Züge auf der neuen, großzügig und niveaufrei geplanten Ringbahn.

Ab 1872 (Eröffnung des Bahnhofs Stralau) verbanden zwei Kurven die Ringbahn mit den Strecken Richtung Stadt. Als 1882 die ersten Züge über die Stadtbahnstrecke rollten, war der Schlesische Bahnhof (heute Ostbahnhof) nicht länger Endstation. Und in Stralau entstanden an den Kurven von der Stadtbahn zur nördlichen und südlichen Ringbahn die Bahnsteige A, B und C.

Die neue Station Stralau-Rummelsburg erhielt weitere Bahnsteige für die Vorortstrecken von und nach Lichtenberg (Bahnsteig D) sowie von und nach Erkner (Bahnsteig E). Als letztes kam 1903 der Ringbahnsteig F hinzu. Mit der Elektrifizierung der Vorortgleise erhielt der Bahnhof bis Ende der zwanziger Jahre endlich seine heutige Gestalt und 1933 auch seinen heutigen Namen. Aber wo sind die Bahnsteige B und C geblieben?

Nach dem Mauerbau

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Im Jahr 1966 wurde der Bahnsteig C (Von der Stadtbahn zum Südring) und 1970 der Bahnsteig B (vom Nordring zur Stadtbahn) stillgelegt. Nach dem Mauerbau 1961 hatten sich die Verkehrsströme verändert, zudem waren die Bahnsteige wegen unterlassener Instandhaltung baufällig geworden. Denn seit den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges wurde nur notdürftig repariert, improvisiert und geflickt.