Berliner Ereignisse
Die Jubiläumsausgabe von aktuell
Die erste Ausgabe von aktuell
Sie halten die 75. Ausgabe von aktuell in der Hand. Seit Beginn des Berliner Emigrantenprogramms vor über 35 Jahren berichten wir für Sie aus Ihrer ehemaligen Heimatstadt.
Am 10. Juni 1969 beschloss der Senat von Berlin, “in der nationalsozialistischen Zeit verfolgte und aus der Stadt emigrierte Mitbürger zu Berlin-Besuchen einzuladen”. Erfreulicherweise meldeten bald Tausende von ehemaligen Bürgern ihr Interesse an einem Besuch an. Bereits nach einem Jahr freute man sich in einer ersten Bilanz über fast 12 000 Anmeldungen; bis heute haben ca. 33 000 ehemalige Berliner und deren Angehörige ihre alte Heimatstadt besucht. Wir hoffen, dass bis 2009, dem 40. Jahrestag des Emigrantenprogramms, jeder interessierte ehemalige Berliner die Gelegenheit gehabt haben wird, seine alte Heimatstadt zu besuchen.
Die Zeitschrift aktuell, herausgegeben vom Presse- und Informationsamt des Landes Berlin, war ursprünglich als schlichtes Bulletin konzipiert und sollte alle Besuchsinteressierten über das Emigranten-Programm informieren. Die erste Ausgabe erschien im März 1970 mit einem Grußwort des Regierenden Bürgermeisters und mit Berichten über das “überwältigende Echo auf die Einladung nach Berlin.” Sie war nur acht Seiten dünn, erschien dafür aber anfangs viermal im Jahr. Nach und nach entwickelte sich aktuell zu einem immer umfangreicheren und schöner gestalteten Magazin, in dem wir im Halbjahresrhythmus über besondere Ereignisse in Ihrer alten Heimatstadt berichten und viele Leser Geschichten veröffentlichen können. Die später hinzugekommene Rubrik “Suchanzeigen” wird bis heute rege genutzt und hat geholfen, dass ehemalige Freunde, Bekannte und Verwandte wieder in Kontakt gekommen sind.
Ein bisschen stolz sind wir darauf, dass wir in regelmäßigen Abständen herausragende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für einen Beitrag in unserer Zeitschrift gewinnen können. Einige Botschafter aus Ländern wie Israel, den USA oder Großbritannien, in denen heute noch viele ehemalige Berlinerinnen und Berliner leben, schrieben schon für aktuell. Ein Höhepunkt war ein ausführliches Interview mit Imre Kertész, dem Literaturnobelpreisträger von 2002, der den Holocaust überlebte und für einige Zeit Fellow des Wissenschaftskollegs in Berlin war. Auch in dieser Ausgabe können Sie Artikel von prominenten Autorenwie dem Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse, der australischen Botschafterin und der Präsidentin des Goethe-Instituts lesen.
Hunderte von Leserbriefen mit guten Wünschen, Kommentaren und Anregungen erreichen uns nach jeder Ausgabe und zeigen uns, dass sich unsere treuen Leserinnen und Leser regelmäßig auf die nächste Ausgabe von aktuell freuen. Am Jahresende, wenn wir zusammen mit der Dezemberausgabe einen Kalender verschicken, bekommen wir besonders viele Zuschriften. Aufgrund von Sparzwängen sollte der Dezemberausgabe von aktuell im Jahre 1998 eigentlich kein Kalender mehr beigefügt werden. Aber eine sehr engagierte und großzügige ehemalige Berlinerin hat sich seinerzeit bereit erklärt, den Kalender zu finanzieren. Dieses Engagement beschränkt sich nicht nur auf die Finanzierung, sondern auch auf die inhaltliche Gestaltung. Der Kalender für das Jahr 2006 ist bereits in Vorbereitung und Sie dürfen schon jetzt gespannt sein, welches Thema diesmal ausgewählt wurde.
Die Titelbilder von aktuell im Wandel der Zeit von 1990 bis 2002. Das Layout wurde mehrfach modernisiert. Seit 2003 erscheint aktuell in dem Design, das Sie in den Händen halten.
Das moderne Layout, in dem aktuell seit 2003 erscheint, ist bei unseren Leserinnen und Lesern auf eine sehr positive Resonanz gestoßen. Seitdem ist aktuell auch im Internet unter www.berlin.de/aktuell zu finden.
Wir freuen uns sehr, dass tatsächlich schon Menschen über eine Suchmaschine zu unserer Rubrik Suchanzeigen gefunden haben und Kontakt zu Verwandten aufnehmen konnten. Aber diese Online-Ausgabe soll das gedruckte Heft nur ergänzen, denn natürlich ist es für die meisten Leser schöner, die Zeitschrift in der Hand zu halten und in den Beiträgen über Berlin zu schmökern.

