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Eines Tages müssen wir die Wahrheit sagen

Oratorium zum 80. Jahrestag des Reichstagsbrandes


Evangelischer Kirchenkreis Wilmersdorf
Plakatankündigung für das Konzert© Kirchenkreis Wilmersdorf

Zum Gedenken an den Reichstagsbrand und seine politischen Folgen vor 80 Jahren lädt der Kirchenkreis Wilmersdorf ein zur Oratoriumsaufführung.

Das Stück von Arnim Juhre (Text) und Lothar Graap (Musik) wurde 2000 anlässlich der EXPO uraufgeführt. Regie führt Werner Heinrichmöller, die musikalische Leitung hat Arno Schneider inne. Es lesen Studentinnen und Studenten der Filmschauspielschule Berlin. Der Eintritt ist frei, eine Spende am Ausgang erbeten.

Die Aufführung des Stückes findet im Rahmen des Themenjahres Zerstörte Vielfalt anlässlich des Jahrestages der NS-Machtergreifung statt. Zugleich hat die Evangelische Kirche „Religion und Toleranz“ als ihr das Jahr prägende Thema benannt.

Am 27. Februar 1933 brannte der Reichstag aufgrund von Brandstiftung, am 28.2. folgte die „Not“-Verordnung „Zum Schutz von Volk und Staat“, mit der die Grundrechte praktisch außer Kraft gesetzt wurden. Damit wurde zugleich die Schutzhaft ermöglicht, mit der politische Gegner ohne geordnetes Verfahren verhaftet und interniert werden konnten. Die ersten Vorläufer von Konzentrationslagern wurden eingerichtet. Die Verfolgung politischer Gegner war nun gesetzlich möglich.

Harald Grün-Rath, Superintendent des Kirchenkreises Wilmersdorf und langjähriger Pfarrer in der Kirche Am Hohenzollernplatz, sieht hier eine unmittelbare Verbindung zur Geschichte der Kirche, in der das Oratorium aufgeführt wird. „Die Kirche Am Hohenzollernplatz wurde am 19. März 1933 in den Dienst gestellt“, sagt er. „Auf den Fotos von damals sind Männer in SA-Uniform erkennbar. Die Kirchen sollten für ´positives Christentum´ erobert werden. Der Brand des Reichstags eröffnete die zwölfjährige deutsche Horrorgeschichte. Deshalb wollen wir uns erinnern, um die Zukunft für uns und die folgenden Generationen verantwortlich zu gestalten.“ In der Nacht vom 22./23. November 1943 wurde die Kirche Am Hohenzollernplatz von Brandbomben getroffen und brannte völlig aus. „Von daher ist dieses Bauwerk ein Zeitzeuge und eignet sich besonders gut für die Erinnerungskultur jener Zeit“ so Grün-Rath weiter.

Im Anschluss an das einstündige Konzert findet ein Nachgespräch zum Thema statt. Es diskutieren der Regisseur Werner Heinrichmöller und Superintendent Harald Grün-Rath mit Dr. Wilfried Kugel, Autor des Buches

Termindetails

  • Art / Sonstiges
  • Ort /  Kirche Am Hohenzollernplatz
    Nassauische Str. 66
    10717 Berlin
  • Ansprechpartner / Cornelia Kästner, Öffentlichkeitsarbeit
    Tel: 0160 95 24 50 66
    E-Mail: evkiwi@evkiwi.de
  • Veranstalter /  Evangelischer Kirchenkreis Wilmersdorf
    Wilhelmsaue 121
    10715 Berlin
  • Website / http://www.hohenzollerngemeinde.de/
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Zusatzinformationen

  • Eintritt frei
  • rollstuhlgerecht