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Nissim Zacouto (1891–1987)

Nissim Zacouto an seinem Schreibtisch in der Jägerstraße 61, Berlin 1931.© Privatbesitz Fred Zacouto sel. A.

Berlins angesehenster Teppichgroßhändler war ein Türke: Nissim Zacouto stammte aus einer sephardischen Familie, er ließ sich 1913 in Berlin nieder und belieferte in den 1920er-Jahren u.a. das KaDeWe. 1939 emigrierte er nach Frankreich, sein Berliner Unternehmen wurde zwangsverwaltet, Zacouto faktisch enteignet. In Frankreich entging er mit seiner Familie 1943 nur knapp der Deportation. Nach 1945 blieb er in Paris, wo er erneut eine Teppichhandlung aufbaute.

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Literatur:

Christoph Kreutzmüller/Bjoern Weigel, Nissim Zacouto. Jüdischer Wunderknabe und Türkischer Teppichgroßhändler, Berlin 2010.

Moritz van Dülmen/Wolf Kühnelt/Bjoern Weigel (Hg.), Zerstörte Vielfalt/Diversity Destroyed. Berlin 1933-1938-1945. Eine Stadt erinnert sich/A City Remembers, Berlin 2013, S. 43.

Christoph Kreutzmüller/Bjoern Weigel, Teppichgroßhandlung  Nissim Zacouto, in: Christoph Kreutzmüller/Kaspar Nürnberg (Hg.), Verraten und verkauft. Jüdische Unternehmen in Berlin 1933-1945, 3. A., Berlin 2010.

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Berlinbezug

  • Wirkungsstätte
    ehem. Teppichgroßhandlung Zacouto
    Jägerstraße 61
    10117 Berlin

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