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Johannes Stelling (1877–1933)

Der Reichstagsabgeordnete Johannes Stelling (SPD) lebte seit mehreren Jahren in Berlin-Köpenick. Von 1921 bis 1924 war er Ministerpräsident von Mecklenburg-Schwerin. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme bezeichnete er den Reichstagsbrand als Provokation der NS-Regierung. Zu Beginn der „Köpenicker Blutwoche“ wurde er am Abend des 21. Juni 1933 von einem SA-Trupp verhaftet und ins ehemalige Amtsgerichtsgefängnis Köpenick verschleppt. Stelling wurde so grausam gefoltert, dass die SA-Männer ihn bereits für tot hielten und in einen Leinensack einschnürten. Als sie bemerkten, dass er noch lebte, erschossen sie Stelling und warfen ihn in die Dahme. Am 1. Juli 1933 wurde seine Leiche gefunden. Nach 1945 wurden mehrere Straßen in Berlin, Schwerin, Lübeck und Greifswald nach Stelling benannt. Eine Gedenktafel vor dem Reichstag erinnert an den sozialdemokratischen Abgeordneten.

Diese Biografie wurde freundlicherweise bereit gestellt von Stefan Hördler, Yves Müller und Amelie Artmann

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Berlinbezug

  • Widmung
    Stelling-Janitzky-Brücke
    12527 Berlin

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