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Issai Schur (1875–1941)

Der Mathematiker Issai Schur nimmt als Begründer der „Berliner Schule“ eine bedeutende Position in der Entwicklung der Zahlentheorie und Algebra ein. Der russische Jude, der an der Berliner Universität lehrte und die Algebra um elegante Beweise bereicherte, wurde im Mai 1933 beurlaubt. Nach Protesten von Kollegen und Studierenden konnte er seine Vorlesungen zunächst aber noch fortsetzen. 1935 wurde er entlassen und wechselte nach Zürich, später emigrierte er nach Palästina.

Öffnet den Link in einem neuen FensterDiese Biografie ist Teil der Open-Air-Porträtausstellung

 

Literatur:

Kurt Reinhard Biermann, Die Mathematik und ihre Dozenten an der Berliner Universität 1810-1933, Berlin 1988.

Annette Vogt, Issai Schur - als Wissenschaftler Vertrieben, in: Julius Schoeps (Hg.), Menora. Jahrbuch für deutsch-jüdische Geschichte,  München/Zürich 1999. S. 217–235.

Jürgen Batt, Schur, Issai. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 23,  Berlin 2007, S. 760.

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Berlinbezug

  • Wirkungsstätte
    Akademie der Wissenschaften
    Unter den Linden 8
    10117 Berlin

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