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Julius Moses (1868–1942)

Julius Moses, Mitglied im Parteivorstand der SPD und Gesundheitsexperte der Reichstagsfraktion, galt als Inbegriff der sozial engagierten Ärzte- und Medizinkritik der Weimarer Republik. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde er zunächst mehrere Monate inhaftiert, später musste er in ein „Judenhaus“ umziehen. 1938 verlor er seine Zulassung als Arzt, vier Jahre darauf wurde er ins Lager Theresienstadt deportiert, wo er bald nach seiner Ankunft verstarb.

Diese Biografie ist Teil der Open-Air-Porträtausstellung

 

Literatur:

Michael Schneider (Hg.), Julius Moses. Schrittmacher der sozialdemokratischen Gesundheitspolitik in der Weimarer Republik. Vorträge anlässlich der Ausstellungseröffnung am 15. Dezember 2005 in der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn 2006.
Daniel Nadav, Julius Moses (1868–1942) und die Politik der Sozialhygiene in Deutschland, Gerlingen 1985.

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