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Robert Kempner (1899–1993)

Der als Justiziar bei der Preußischen Polizei tätige Robert Kempner argumentierte bereits 1930 in einer Denkschrift für ein Verbot der NSDAP und die Ausweisung Hitlers. Kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde er als Jude des Amtes enthoben; nach einer Inhaftierung floh er 1935 in die USA, wo er zum Regierungsberater ernannt wurde. In den Nürnberger Prozessen 1945 bis 1949 trat er als Ankläger gegen die Elite des NS-Staates auf, später war er als Rechtsanwalt tätig.

Diese Biografie ist Teil der Open-Air-Porträtausstellung

Diese Biografie ist Teil der Stadtmarkierungen

 

 

Literatur:

Eckart Conze/Norbert Frei/Peter Hayes/Moshe Zimmermann, Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik, München 2010.

Moritz van Dülmen/Wolf Kühnelt/Bjoern Weigel (Hg.), Zerstörte Vielfalt/Diversity Destroyed. Berlin 1933-1938-1945. Eine Stadt erinnert sich/A City Remembers, Berlin 2013, S. 200.

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