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Ilse Kassel (1902–1943)

Die Ärztin Ilse Kassel verlor 1933 ihre Arztpraxis. Im Widerstand gegen das NS-Regime engagiert, saß sie von 1936 bis 1939 im Zuchthaus, wo 1937 auch ihre Tochter Edith zur Welt kam. 1940 arbeitete sie am Jüdischen Krankenhaus, später als Zwangsarbeiterin. Der Deportation entging sie 1942 im Versteck bei einer ehemaligen Patientin. Sie wurde denunziert und verstarb unter ungeklärten Umständen, während ihre Tochter 1944 nach Auschwitz deportiert und ermordet wurde.

Diese Biografie wurde freundlicherweise bereit gestellt von Eberhard Neumann-Redlin von Meding

Diese Biografie ist Teil der Open-Air-Porträtausstellung

 

Literatur:

Eberhard Neumann–Redlin von Meding/Hella Conrad, Ärzte unter dem Hakenkreuz, Berlin, 2013, S. 50.

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Berlinbezug

  • Wirkungsstätte
    Jüdisches Krankenhaus
    Heinz-Galinski-Straße 1
    13347 Berlin

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