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Rahel Hirsch (1870–1953)

Rahel Hirsch war zunächst Lehrerin, studierte dann Medizin und wurde 1913 die erste Medizin-Professorin in Preußen. Von 1908 bis 1919 leitete sie die Medizinische Poliklinik der Charité und engagierte sich auch für die Frauenrechte. Inzwischen niedergelassene Ärztin, konnte sie als Jüdin nach 1933 nur noch eingeschränkt arbeiten und floh 1938 nach London. Dort verstarb sie einsam und fast vergessen 1953. Heute trägt eine Straße am Berliner Hauptbahnhof ihren Namen.

Diese Biografie wurde freundlicherweise bereit gestellt von Eberhard Neumann-Redlin von Meding

Diese Biografie ist Teil der Open-Air-Porträtausstellung

 

Literatur:

Sonja Chevallier, Fräulein Professor. Lebensspuren der Ärztin Rahel Hirsch 1870–1953, Düsseldorf 1998.

Hedvah Ben Zev, Rahel Hirsch. Preußens erste Medizinprofessorin, Berlin 2005.

Moritz van Dülmen/Wolf Kühnelt/Bjoern Weigel (Hg.), Zerstörte Vielfalt/Diversity Destroyed. Berlin 1933-1938-1945. Eine Stadt erinnert sich/A City Remembers, Berlin 2013, S. 164.

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Berlinbezug

  • Wirkungsstätte
    Medizinische Poliklinik der Charité
    Luisenstraße 11-13
    10117 Berlin

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