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Gustav Flatow (1875–1945)

Der Olympiasieger Gustav Flatow, seit 1893 Mitglied im Berliner Turnverein, errang bei den Olympischen Spielen in Athen 1896 Gold im Mannschaftsturnen. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde er trotz vereinsinterner Widerstände mit 60 anderen jüdischen Mitgliedern aus seinem Verein ausgestoßen. 1933 in die Niederlande emigriert, wurde er nach sechs Monaten im Untergrund 1943 verhaftet und ins KZ Theresienstadt verschleppt, wo er im Januar 1945 verhungerte.

Diese Biografie wurde freundlicherweise bereit gestellt von Ralf Schäfer

Diese Biografie ist Teil der Open-Air-Porträtausstellung

Diese Biografie ist Teil der Stadtmarkierungen

 

Literatur:

Ralf Schäfer, Militarismus, Nationalismus, Antisemitismus: Carl Diem und die Politisierung des bürgerlichen Sports im Kaiserreich, Berlin  2011.

Moritz van Dülmen/Wolf Kühnelt/Bjoern Weigel (Hg.), Zerstörte Vielfalt/Diversity Destroyed. Berlin 1933-1938-1945. Eine Stadt erinnert sich/A City Remembers, Berlin 2013, S. 83.

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Berlinbezug

  • Widmung
    Flatow-Sporthalle
    Vor dem Schlesischen Tor 1
    10997 Berlin

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