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Anita Eisner (1900–1950)

Die erfolgreiche junge Berliner Anwältin Anita Eisner erhielt 1933 als Jüdin Berufsverbot. Ihr Antrag auf erneute Zulassung hatte keine Chance, da sie als Frau die Ausnahmebedingung „Frontkämpfer“ oder „Altanwalt“ nicht erfüllen konnte. Sie verwaltete nun verbliebenes Eigentum jüdischer Emigranten, was ständige Vorladungen bei der Gestapo bedeutete. Ab 1943 in Dresden versteckt, erhielt sie 1947 von den Alliierten erneut die Anwaltszulassung für Berlin.

Diese Biografie ist Teil der Open-Air-Porträtausstellung

 

Literatur:

Hans Bergemann / Rechtsanwaltskammer Berlin (Hg.), Zu Recht wieder Anwalt. Jüdische Rechtsanwälte aus Berlin nach 1945, Berlin 2012.

Moritz van Dülmen/Wolf Kühnelt/Bjoern Weigel (Hg.), Zerstörte Vielfalt/Diversity Destroyed. Berlin 1933-1938-1945. Eine Stadt erinnert sich/A City Remembers, Berlin 2013, S. 75.

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Berlinbezug

  • Wirkungsstätte
    Landgericht
    Turmstraße 91
    10559 Berlin

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