Personen suchen

Max Alsberg (1877–1933)

Der prominente Rechtsanwalt, Notar und Honorarprofessor Max Alsberg war 1931 einer der Verteidiger Carl von Ossietzkys. Vorher selten in politischen Prozessen engagiert, war er erschüttert von der politisch motivierten Rechtsprechung. Am „Boykott“-Tag verhinderten seine nicht-jüdischen Kollegen die Beklebung des gemeinsamen Kanzleischilds, das daraufhin abgerissen wurde. Alsberg floh im März 1933 in die Schweiz. Seiner Existenz beraubt, erschoss er sich dort im selben Jahr.

Diese Biografie ist Teil der Open-Air-Porträtausstellung

Diese Biografie ist Teil der Stadtmarkierungen

 

 

Literatur:

Curt Riess, Der Mann in der schwarzen Robe. Das Leben des Strafverteidigers Max Alsberg, Hamburg 1965.


Gerhard Jungfer, Max Alsberg (1877–1933). Verteidigung als ethische Mission, in: Thomas Blanke/Joachim Perels/Ulrich Stascheit /Alexander von Brünneck/Rainer Erd/Günter Frankenberg/Rainer Keller in  Kritische Justiz, Streitbare Juristen, Baden-Baden 1988, S. 141ff.


Tilmann Krach, Max Alsberg (1877–1933). Der Kritizismus des Verteidigers als schöpferisches Prinzip der Wahrheitsfindung, in: Helmut Heinrichs(Hg.), Deutsche Juristen jüdischer Herkunft, München 1993.

zurück zur Übersicht

Berlinbezug

  • Wohnung
    Richard-Strauss-Straße 22
    14193 Berlin

Person auf der Karte