Englische Flagge

rbb Abendschau-Serie

Porträtausstellung am Lustgarten© Christian Kielmann / KPB

Die Porträtausstellung des Themenjahres 2013 – Zerstörte Vielfalt befasst sich u.a. mit Schicksalen von Kulturschaffenden und Politikern unter dem National-sozialismus. Die rbb Abend- schau berichtete vom 3.-9. Februar jeden Abend über eine Biografie der Säulen- ausstellung. Zu den Videos gelangen Sie Öffnet den Link in einem neuen Fensterhier.

Porträtausstellung

Eine alphabetische Liste aller auf den Säulen der Porträtausstellung zu sehenden Biografien finden Sie hier

Weitere Informationen

zu den Rahmendaten des Themenjahres 2013 finden Sie hier:

Mehr zu den Veranstaltungen

im Themenjahr 2013 finden Sie unter anderem unter dem Hauptmenü Partner oder Veranstaltungen.

Vermittlungsangebote

Hier gelangen Sie zu den Vermittlungsangeboten des Themenjahres inkl. Führungen zu ausgewählten Themen, extra Angebote für Kinder etc.

Ausgewählte Porträts

Mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten im Januar 1933 wurde nach und nach zum Gesetz erhoben, was sich in den letzten Jahren der Weimarer Republik durch die Agitation der NSDAP und den Straßenterror der SA bereits angekündigt hatte: die Verdrängung aller kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Kräfte, die nicht den ideologischen Vorstellungen der Nationalsozialisten entsprachen. Neben der Zerstörung des Rechtsstaates und der Demokratie hatte das eine fast vollständige Zerstörung der kulturellen Vielfalt – für die besonders die Metropole Berlin in aller Welt bekannt war – zur Folge.

Eine unvorstellbar große Zahl von Künstlern, Schriftstellern, Komponisten, Theaterleuten, aber auch Ärzten, Anwälten und Lehrern, die Anfang der 1930er-Jahre das vielfarbige kulturelle, urbane Leben Berlins geprägt hatten, fielen der Ausgrenzung und Verfolgung durch die Nationalsozialisten zum Opfer, wenn sie nicht in deren rassistisches und antisemitisches Weltbild passten oder ihre Kunst als „undeutsch“ oder politisch missliebig gedeutet wurde. Erfolgreiche Karrieren wurden gewaltsam beendet, hoffnungsvolle Talente konnten sich nicht mehr entfalten. An die Stelle einer bunten, international geprägten Kultur trat nun die Gleichschaltung aller kulturellen Aktivitäten. Die Menschen, die ausgegrenzt, vertrieben oder ermordet wurden, sollten dem kollektiven Gedächtnis entrissen, die Erinnerung an sie nachhaltig ausgelöscht werden.

Heute, rund acht Jahrzehnte später, da wir unsere kulturelle Vielfältigkeit längst wiedergewonnen haben und ihren Wert zu schätzen wissen, erinnern wir an diese Frauen und Männer, an ihre Bedeutung und zeigen in der großen Open-Air-Ausstellung ihre Gesichter. Insgesamt sind es über 200, darunter bekannte Persönlichkeiten wie Albert Einstein oder Bertolt Brecht, die meisten aber sind uns heute unbekannt – Musiker, Fotografen, Kabarettisten, Dichter, Varietékünstler und Zirkusartisten. In der Open-Air-Ausstellung gibt es Gelegenheit, sie kennenzulernen.

Zur Übersicht der Porträts

gelangen Sie hier