„Zerstörte Vielfalt. Berlin 1933-1938-1945. Eine Stadt erinnert sich“

„Diversity Destroyed. Berlin 1933-1938-1945. A City Remembers“

Das Buch zur stadtweiten Open-Air-Ausstellung im Rahmen des Themenjahres „Zerstörte Vielfalt"

Das Buch zur Open-Air-Ausstellung im Rahmen des Berliner Themenjahres 2013 „Zerstörte Vielfalt“

Preis: 14,80 € zzgl. Porto

dt./engl., Softcover, 280 Seiten, 348 Abbildungen

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Rezension von Thomas Lackmann im Tagesspiegel:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/was-keiner-gesehen-haben-will/8874246.html

Ausgewählte Porträts

Mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten im Januar 1933 wurde nach und nach zum Gesetz erhoben, was sich in den letzten Jahren der Weimarer Republik durch die Agitation der NSDAP und den Straßenterror der SA bereits angekündigt hatte: die Verdrängung aller kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Kräfte, die nicht den ideologischen Vorstellungen der Nationalsozialisten entsprachen. Neben der Zerstörung des Rechtsstaates und der Demokratie hatte das eine fast vollständige Zerstörung der kulturellen Vielfalt – für die besonders die Metropole Berlin in aller Welt bekannt war – zur Folge.

Eine unvorstellbar große Zahl von Künstlern, Schriftstellern, Komponisten, Theaterleuten, aber auch Ärzten, Anwälten und Lehrern, die Anfang der 1930er-Jahre das vielfarbige kulturelle, urbane Leben Berlins geprägt hatten, fielen der Ausgrenzung und Verfolgung durch die Nationalsozialisten zum Opfer, wenn sie nicht in deren rassistisches und antisemitisches Weltbild passten oder ihre Kunst als „undeutsch“ oder politisch missliebig gedeutet wurde. Erfolgreiche Karrieren wurden gewaltsam beendet, hoffnungsvolle Talente konnten sich nicht mehr entfalten. An die Stelle einer bunten, international geprägten Kultur trat nun die Gleichschaltung aller kulturellen Aktivitäten. Die Menschen, die ausgegrenzt, vertrieben oder ermordet wurden, sollten dem kollektiven Gedächtnis entrissen, die Erinnerung an sie nachhaltig ausgelöscht werden.

Heute, rund acht Jahrzehnte später, da wir unsere kulturelle Vielfältigkeit längst wiedergewonnen haben und ihren Wert zu schätzen wissen, erinnerte Berlin im Themenjahr 2013 an diese Frauen und Männer, an ihre Bedeutung und zeigte in einer großen Open-Air-Ausstellung ihre Gesichter. Insgesamt waren es über 200, darunter bekannte Persönlichkeiten wie Albert Einstein oder Bertolt Brecht, die meisten aber sind uns heute unbekannt – Musiker, Fotografen, Kabarettisten, Dichter, Varietékünstler und Zirkusartisten.

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