„Zerstörte Vielfalt. Berlin 1933-1938-1945. Eine Stadt erinnert sich“

„Diversity Destroyed. Berlin 1933-1938-1945. A City Remembers“

Das Buch zur stadtweiten Open-Air-Ausstellung im Rahmen des Themenjahres „Zerstörte Vielfalt"

Das Buch zur Open-Air-Ausstellung im Rahmen des Berliner Themenjahres 2013 „Zerstörte Vielfalt“

Preis: 14,80 € zzgl. Porto

dt./engl., Softcover, 280 Seiten, 348 Abbildungen

Bestellungen unter:
Öffnet den Link in einem neuen FensterZum Kulturprojekte Berlin-Shop
E-Mail: vertrieb(at)kulturprojekte-berlin.de
Fax: 030-24 74 97 37
Tel.: 030-24 74 97 36

Rezension von Thomas Lackmann im Tagesspiegel:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/was-keiner-gesehen-haben-will/8874246.html

„Kristallnacht? Bilder der Novemberpogrome 1938 in Berlin“

von Christoph Kreutzmüller und Bjoern Weigel

Während der Novemberpogrome 1938 wurden allein in Berlin mehr als 3.000 jüdische Unternehmen verwüstet. Das Buch versammelt erstmals alle erhaltenen Fotos und stellt sie Zeitungs- und Augenzeugenberichten gegenüber. Herausgegeben von der Kulturprojekte Berlin GmbH in Zusammenarbeit mit dem Haus der Wannsee-Konferenz.

Preis: 5,00 € zzgl. Porto

dt., Softcover, 64 Seiten, 41 Abbildungen

Bestellungen unter:
Öffnet den Link in einem neuen FensterZum Kulturprojekte Berlin-Shop
E-Mail: vertrieb(at)kulturprojekte-berlin.de
Fax: 030-24 74 97 37
Tel.: 030-24 74 97 36

Berlin im Nationalsozialismus

Anlass des Berliner Themenjahres 2013 waren der 80. Jahrestag der Machtübertragung an die Nationalsozialisten 1933 und der 75. Jahrestag der Novemberpogrome des Jahres 1938. Beide Daten haben für Berlin eine herausgehobene Bedeutung. Als Reichshauptstadt war Berlin Schauplatz der Machtübernahme und der nachfolgenden gewaltsamen Etablierung der Diktatur. Als jüdische Metropole mit rund 160.000 jüdischen Bürgern war die Stadt zugleich von den Auswirkungen der Judenverfolgung besonders stark betroffen. Die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler im Januar 1933 bildete den Ausgangspunkt für die systematische Verfolgung der Juden, die 1938 im Pogrom und schließlich in den Massendeportationen im Herbst 1941 und dem Holocaust gipfelte.

Im Themenjahr 2013 sollte der Vielfalt des Lebens in der Weltstadt Berlin und deren Zerstörung im Nationalsozialismus mit zahlreichen Aktivitäten gedacht werden, mit denen etliche Berliner Institutionen wie Museen, Gedenkstätten, Archive, Universitäten, Kirchen, die Jüdische Gemeinde, der Landesverband der Sinti und Roma, die Geschichtsinitiativen und Kultureinrichtungen der Stadt ebenso wie Unternehmen und Gewerkschaften jeweils einen spezifischen Aspekt beitrugen.

Das Deutsche Historische Museum eröffnete mit einer Portalausstellung zur nationalsozialistischen Machteroberung im Januar das Themenjahr 2013. Bis zum 9. November, an dem Berliner Jugendliche mit einem symbolischen Akt gegen Verfolgung und Ausgrenzung von „Anderen“ Stellung bezogen, wurden zahlreiche kulturelle Veranstaltungen sowohl an die bedeutende Rolle jüdischen Lebens in der Stadt als auch an Verfolgung und Massenmord, Verlust und Leid von Juden und anderer ausgegrenzter Gruppen wie Roma und Sinti, Homosexuellen, behinderten Menschen oder sogenannten „Gemeinschaftsfremden“ erinnert.

Im Mittelpunkt aller Aktivitäten stand die Erinnerung an Menschen, an jene Berlinerinnen und Berliner, die zur Vielfalt der Stadt beigetragen haben: Publizisten, Kulturschaffende und Wissenschaftler ebenso wie kleine Gewerbetreibende, Arbeiter und Migranten aus Osteuropa, Nachbarn aus Charlottenburg und Schöneberg ebenso wie aus Friedrichshain, Reinickendorf oder Spandau. Deren alltägliches Leben, das Berlin als Stadt indessen besonders machte, ebenso wie deren Ausgrenzung und Verfolgung nach 1933 bildeten den Kern des Themenjahrs 2013.

Berlin ist heute stolz auf seine wiedergewonnene Vielfältigkeit und erinnert 2013 an die einstige und von den Nationalsozialisten zerstörte Vielfalt, weil es gilt, diese Offenheit, Toleranz und Pluralität zu schützen und immer wieder neu zu gewinnen.

Autor: Prof. Dr. Michael Wildt

Aktuelles

Zeitzeugen-App zur Geschichte der NS-Zwangsarbeit in Berlin jetzt auch für Android

Die von einem Projektteam der Berliner Geschichtswerkstatt im Rahmen des Themenjahres „Zerstörte Vielfalt“ entwickelte App bietet fünf verschiedene Touren durch Berlin – zu Fuß, per Rad oder mit der Berliner S-Bahn: Vom Brandenburger Tor nach Kreuzberg, vom Bahnhof Zoo nach Schöneweide, durch den Wedding oder vom Potsdamer Platz bis nach Neukölln.

Mit dem Smartphone können die User Alltagswegen von NS-Zwangsarbeiterinnen und -Zwangsarbeitern folgen. Vor Ort erzählen Zeitzeugen in Ausschnitten aus Video- und Audio-Interviews von der Zwangsarbeit in Rüstungsfabriken, für staatliche Dienststellen oder in Privathaushalten. Sie berichten von Hunger und Gewalterfahrungen, aber auch von Liebe und Freundschaften.

Die App kann jetzt kostenlos im Google Play Store...

Öffnet den Link in einem neuen Fensterhttps://play.google.com/store/apps/details?id=com.mobile.melting.forcedlabour

...und im App-Store heruntergeladen werden.
Öffnet den Link in einem neuen Fensterhttps://itunes.apple.com/de/app/zwangsarbeit.-die zeitzeugen/id645930289?mt=8